Lanzarote ist die östlichste Kanareninsel und die am stärksten von Vulkanen geprägte. Sie hat rund 167.000 Einwohner, misst etwa 55 km von Nord nach Süd, und ihr höchster Punkt, die Peñas del Chache, erreicht gerade 671 Meter. Zwischen 1730 und 1736 begrub ein Ausbruch fast ein Viertel der Insel unter Lava: Daraus entstand der Nationalpark Timanfaya und vieles von dem, was die Insel heute einzigartig macht. Seit 1993 ist die ganze Insel Biosphärenreservat, seit 2015 bildet sie zusammen mit dem Chinijo-Archipel einen UNESCO-Geopark.
Die andere Hälfte der Geschichte heißt César Manrique. Der Künstler aus Lanzarote überzeugte die Insel, niedrig und weiß zu bauen, und gestaltete die meistbesuchten Orte: die Jameos del Agua, den Mirador del Río, den Kakteengarten und sein eigenes Haus in Lavablasen, heute die Fundación César Manrique. Die meisten dieser Zentren gehören der Inselregierung; für die Feuerberge und die Cueva de los Verdes gibt es Tickets nur online, mit Datum und Uhrzeit.
Im Norden liegen Haría, das Tal der tausend Palmen, der Strand von Famara und der Hafen Órzola, von dem die Fähre nach La Graciosa ablegt. In der Mitte findest du Teguise, die alte Hauptstadt, und die Weinfelder von La Geria. Im Süden Playa Blanca, die Buchten von Papagayo und El Golfo.
Mit vier bis fünf Tagen siehst du das Wichtigste; mit einer Woche kommen La Graciosa und ein paar Strandtage dazu. Am praktischsten ist ein Mietwagen: Die Wege sind kurz, aber nach Timanfaya fährt kein Linienbus. Das Klima ist das ganze Jahr trocken, mit durchschnittlichen Höchstwerten von 21 °C im Januar und 29 °C im August am Flughafen (Daten der spanischen Wetterbehörde AEMET), und der Passatwind weht vor allem im Sommer kräftig.