Córdoba ist eine mittelgroße Stadt Andalusiens – rund 320.000 Einwohner – am Ufer des Guadalquivir, doch ihr Gewicht in der Geschichte ist enorm: Sie war die Hauptstadt des westlichen Kalifats und im 10. Jahrhundert eine der größten und gebildetsten Städte der Welt, in der Muslime, Juden und Christen zusammenlebten.
Von jener Blütezeit zeugt ihr Juwel, die Mezquita-Catedral, eines der beeindruckendsten Bauwerke Europas: ein Wald aus rot-weißen Säulen und Bögen mit einer im Inneren errichteten Renaissance-Kathedrale. Drumherum erstreckt sich die Judería, ein Labyrinth aus weißen Gassen mit der mittelalterlichen Synagoge und der Calleja de las Flores, ergänzt durch den Alcázar der Katholischen Könige, die Römische Brücke und, am Stadtrand, die Ruinen von Medina Azahara.
Córdoba lebt außerdem von seinen Patios: weiß getünchte Innenhöfe voller Blumentöpfe, immaterielles UNESCO-Kulturerbe, die beim Patio-Fest im Mai der Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Stadt ist kompakt und lässt sich gut in ein bis zwei Tagen besichtigen, was sie zu einem klassischen Tagesausflug von Sevilla, Madrid oder Granada macht – doch eine Übernachtung lohnt sich.
Die beste Reisezeit ist der Frühling (April bis Juni), wenn die Patios blühen und die Temperaturen mild sind; der Sommer in Córdoba gehört zu den heißesten Spaniens, mit häufig 40 °C im Juli und August.

